Saturday, 16.12.17
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Magenband

Magenband


Wer unter krankhaftem Übergewicht (Adipositas) leidet, sieht das Einsetzen eines Magenbandes oftmals als einzige Möglichkeit, wieder zu Normalgewicht zu gelangen. Es ist wohl so gut wie unmöglich, eine schwere Adipositas mit Diäten oder anderen Behandlungsmethoden zu heilen.

Das Magenband zählt zu der breiten Paletten des Angebotes in der Adipositaschirurgie. Wer sich ein Magenband einsetzen lässt, sollte sich vorher im Klaren darüber sein, dass ihm ein Fremdkörper eingesetzt wird. Bei der Operation wird dem Patienten ein Band, welches aus Silikon besteht, unterhalb der Kardia (Mageneingang) um den Magen gelegt.



Dadurch entsteht ein kleiner Vormagen, der aber mit dem restlichen Magen getrennt ist. Verbunden werden Vormagen und Restmagen mit einer noch vorhandenen Öffnung, welche ungefähr eine Größe von einem Zentimeter hat.

Diese Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt. Doch auch nach der Operation wäre es ratsam, den Patienten noch - je nach Schweregrad und Verlauf der OP - zwei Tage bis zu vierzehn Tagen in der Klinik zu behalten. Nach erfolgreichem Einsetzen des Magenbandes gelangen die Speisen von der Nahrungsaufnahme nun in den kleinen Vormagen. Da dieser viel kleiner als der ursprüngliche Magen ist, tritt bei dem Behandelten relativ schnell ein Gefühl der Sättigung ein. Und genau dies ist auch das Ziel des Magenbandes.

Oftmals ist der Magen bei Übergewichtigen so weit ausgeweitet, dass er überhaupt kein Gefühl mehr dafür hat, wann er satt ist. Mit Hilfe des Magenbandes gehört dies nun der Vergangenheit an. Nach der Operation ist dennoch Vorsicht geboten. Der Patient muss darauf achten, dass er die Nahrung, welche er nun zu sich nimmt, gut zerkaut und auch darauf hört, wenn sein "künstlicher Magen" ihm sagt, dass er voll ist. Die Methode des Magenbandes verbreitet sich immer mehr, da sie sehr erfolgsversprechend ist. Es kann mit einer Gewichtsverringerung von 40 bis zu 60 Prozent ausgegangen werden.

Doch Komplikationen sind leider nicht ausgeschlossen. Eine Gefahr besteht darin, dass das Magenband verrutscht. Sollte dies der Fall sein, wird eine erneute Operation am Magen notwendig, bei der das Magenband dann wieder richtig positioniert wird. Ob die Kosten für eine Magenband-Operation von der Krankenkasse getragen werden, ist nicht in jedem Fall zu hundert Prozent sicher.

Denn das Einsetzen eines Magenbandes sollte nur bei schwerer Adipositas angewendet werden und nur dann, wenn es wirklich keine anderen Therapiemöglichkeiten mehr gibt. Um dies zu gewährleisten, ist zuvor ein Gespräch mit dem Patienten zu führen.



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